Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Integration durch Sprachförderung?

Die Beschulung von kürzlich zugewanderten Kindern stellt Grundschulen vor vielfältige neue Herausforderungen. In Kooperation mit dem Schulamt der Stadt Dortmund hat das Fachgebiet Sprache und Kommunikation im Frühjahr 2016 verschiedene Studien an den Dortmunder Grundschulen durchgeführt. Erste Ergebnisse dieser Studien wurden nun interessierten Fachkräften präsentiert, darunter auch der Dortmunder Schulamtsdirektor Peter Rieger.
Die Ergebnisse lauten im Einzelnen:

integration_durch_sprachförderung

  1. Die Einstellung der Lehrkräfte zur Einwanderung, ihre selbst erlebte Kompetenz und damit Wirksamkeit haben Einfluss auf das didaktische Vorgehen und die Belastungssituation der Lehrkräfte. Es ist damit auch eine Frage der Haltung von Lehrkräften, ob die Integration durch Sprachförderung bei den Kindern gelingen wird. Besuchen Sie hierzu auch die Leitlinien.
  2. Moderne Medien haben oft eine Sprachausgabe und damit das Potential, zur Sprachförderung beizutragen. Die Kinder sind hoch kompetent im Umgang mit digitalen Medien wie Tablets, die herkömmlichen Sprachförderprogramme bleiben jedoch hinter den Erwartungen zurück: Weder sind sie motivierend genug, damit die Kinder sie auch wirklich nutzen, noch sind sie aus Sprachförderperspektive optimal gestaltet. Eine Arbeitsgruppe am Fachgebiet entwickelt deshalb derzeit eine Alternative.
  3. Der Anteil schweigsamer Kinder ist höher als bei Kindern, die im Land aufwachsen. Hintergründe dafür können der Erwerb einer neuen Sprache oder auch eine Reaktion auf Traumatisierungen sein. Auffällig schweigsame Kinder können dennoch sehr variantenreiche Verhaltensweisen zeigen. Bei einigen wenigen liegt ein sogenannter selektiver Mutismus vor. Das Sprachtherapeutische Ambulatorium an der TU Dortmund bietet Beratung für Eltern und Lehrkräfte, wenn ein Kind in der Schule über mehrere Wochen konsequent nicht spricht.


Nebeninhalt

Sprache und Kommunikation