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Abwehrreaktionen auf Gesundheitsbotschaften

Projektleitung

Prof. Dr. Matthias R. Hastall (Ansprechpartner)

Prof. Dr. Ute Ritterfeld (Ansprechpartnerin)

 

Zielsetzung

Menschen verfügen über sehr vielfältige Mechanismen, um den Kontakt mit unerwünschten Informationen zu minimieren oder ganz zu vermeiden. Botschaften über Gesundheitsrisiken können beispielsweise als irrelevant eingestuft werden, da man sich – oft irrtümlich – persönlich nicht von dem thematisierten Risiko betroffen fühlt. Botschaften über Risiken können Abwehrreaktionen wie Reaktanz, Gegenargumentieren oder sogar Aggression auslösen. Selbst Bumerangeffekte sind  bestätigt, bei denen eine Botschaft das genaue Gegenteil von dem bewirkt, was eigentlich beabsichtigt war: bei einer Anti-Rauch-Kampagne beispielsweise eine erhöhte Attraktivität des Rauchens. In diesem Bereich erforschen wir, welche Merkmale von Botschaften bei welchen Botschaftsempfängern unerwünschte Abwehrprozesse auslösen und wie man diese mitunter sehr wichtigen, teilweise aber auch hochproblematischen Reaktionen minimieren kann.

 

Schlüsselbegriffe

Abwehr, Defensivreaktionen, Verdrängung, Reaktanz, Bumerangeffekt

 

Publikationen

  • Hastall, M. R. (2011). Kommunikation von Gesundheitsrisiken in Massenmedien: Der Einfluss von Informations- und Rezipientenmerkmalen auf die Botschaftszuwendung und -vermeidung. Baden-Baden: Nomos.
  • Hastall, M. R. & Knobloch-Westerwick, S. (2013). Severity, efficacy and evidence type as determinants of health message exposure. Health Communication, 28(4), 378-388.
  • Hastall, M. R. & Sukalla, F. (2013). Multiples Framing in der Gesundheitskommunikation: Annahmen und Befunde. In C. Rossmann & M. R. Hastall (Hrsg.), Medien und Gesundheitskommunikation: Befunde, Entwicklungen, Herausforderungen (S. 201-218). Baden-Baden: Nomos.
  • Hastall, M. R. (2012). Abwehrreaktionen auf Gesundheitsappelle: Forschungsstand und Praxisempfehlungen. In S. Hoffmann, U. Schwarz & R. Mai (Hrsg.), Angewandtes Gesundheitsmarketing (S. 281-296). Wiesbaden: Springer Gabler.
  • Knobloch-Westerwick, S., Hastall, M. R. & Rossmann, M. (2009). Coping or escaping? Effects of life dissatisfaction on selective exposure. Communication Research, 36(2), 207-228.


Nebeninhalt

Gesundheitskommunikation