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Die Wetterschacht-Detektive

Projektleitung

Univ.-Prof. Dr. Ute Ritterfeld (Ansprechpartnerin)

 

Zielsetzung

Medien machen nicht nur einen Großteil unserer Alltagskommunikation aus, sondern sind vor allem auch für Kinder eine wesentliche Quelle für Unterhaltung und Bildung. In Abhängigkeit von dem Medienformat (zum Beispiel bild- oder sprachlastig), den Medieninhalten und formal-strukturellen Charakteristika (zum Beispiel aufmerksamkeitsfördernder, akustischer Elemente) lassen sich Sprachförderpotentiale identifizieren, die vor allem für Vorschulkinder genutzt werden können.

Hörspiele sind bei Vorschulkindern nach wie vor ein beliebtes Medium, das von ihnen selbständig ausgewählt und unabhängig von den Eltern rezipiert werden kann. Hörspiele liefern einen ausschließlich akustisch dargebotenen Inhalt, der von den Kindern auditiv aufmerksam verfolgt werden muss, um verstanden zu werden. Gleichwohl ist die Rezeption durch unterhaltsame Elemente so angereichert, dass das Hören Spaß macht und die Persistenz der Rezeption fördert. Hörspiele werden von den Kindern häufig wiederholt rezipiert. Die implementierten sprachlichen Elemente werden damit in hoher Redundanz angeboten. Damit bietet sich die Hörspielrezeption als Sprachfördermedium par excellence an: Im Unterschied zu audio-visuellen Medien kann sich der Verstehensprozess keiner bildlicher Unterstützung bedienen, sondern muss sprachbasiert ablaufen.

Mit einer Reihe von Untersuchungen erforschen wir seit einigen Jahren (auch mit Förderung durch die DFG) die spontane Nutzung von Hörspielen bei sprachauffälligen Kindern, deren Potenziale und Wirksamkeit für die Sprachförderung in unterschiedlichen Zielgruppen, sowie die grundlegenden Wirkprinzipien. Mit Unterstützung der Dortmund Stiftung wurde ein Hörspiel (Die Wetterschacht-Detektive) entwickelt, das sich an vor allem mehrsprachig aufwachsende Kinder im Übergang von der Grundschule zur Sekundarstufe I richtet.

 

medien+sprache

 

 

Ausgewählte Publikationen

 

  • Ritterfeld, U., Lüke, T., Hengel, R. & Niebuhr-Siebert, S. (2012). Die Wetterschacht-Detektive. Ein Hörspiel zur Sprachförderung. L.O.G.O.S interdisziplinär, 3, 164-172.
  • Ritterfeld, U., & Niebuhr-Siebert, S. (2012). Mediennutzung und Spracherwerb. Sprache Stimme Gehör, 36, 9–10.
  • Ritterfeld, U., Pahnke, B., & Lüke, T. (2012). Vergleich der Mediennutzung einsprachig und mehrsprachig aufwachsender Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Sprache Stimme Gehör, 36, 11-17.
  • Niebuhr-Siebert, S., & Ritterfeld, U. (2012). Hörspielbasierte Sprachlerneffekte bei Vorschulkindern mit spezifischen Sprachentwicklungsstörungen. Sprache Stimme Gehör, 36, 18-24.
  • Ritterfeld, U. & Langenhorst, M (2011). Zeigen sprachauffällige 6- bis 12-Jährige spezifische Vorlieben in der Mediennutzung?. L.O.G.O.S. interdisziplinär, 19, 188-194.
  • Ritterfeld, U., Klimmt, C., & Netta, P. (2010). Media Use of Preschool Children With and Without Specific Language Impairment (SLI): A Diary-Based Comparison. MERZ Wissenschaft, 6, 80-93.
  • Ritterfeld, U. & Hünnerkopf, M. (2010). Medien und medienvermittelte Umwelten. In V. Linneweber & E. D. Lantermann (Hrsg.), Umweltpsychologie (Enzyklopädie der Psychologie, Vol. 2). Göttingen: Hogrefe, 763-791.
  • Vorderer, P. & Ritterfeld, U. (2009). Video Games. In R. Nabi & M.B. Oliver. (Eds.), Handbook of Media Effects (S. 455-468). Thousand Oaks, CA: Sage.
  • Nieding, G. & Ritterfeld, U. (2008). Mediennutzung, Medienwirkung und Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen. In F. Petermann, & W. Schneider (Eds.), Angewandte Entwicklungspsychologie (Enzyklopädie der Psychologie, Vol. 2, S. 331-388). Göttingen: Hogrefe.
  • Ritterfeld, U., Niebuhr, S., Klimmt, C., & Vorderer, P. (2006). Unterhaltsamer Mediengebrauch und Spracherwerb: Evidenz für Sprachlernprozesse durch die Rezeption eines Hörspiels bei Vorschulkindern. Zeitschrift für Medienpsychologie, 18, 60-69.
  • Ritterfeld, U. (2006). Englischlernen neben der Grundschule: Plädoyer für eine medienvermittelte Erweiterung der phonologischen Zweitsprachkompetenz. L.O.G.O.S interdisziplinär, 14, 31-37.
  • Böcking, S. & Ritterfeld, U. (2006). Alles „gaga“ oder was? Zum Einfluss elektronischer Medien auf den Spracherwerb. Medien und Erziehung, 50, 33-38.
  • Vorderer, P., Böcking, S., Klimmt, C. & Ritterfeld, U. (2006). What Makes Preschoolers Listen to Narrative Audio Tapes? Zeitschrift für Medienpsychologie, 18, 8-18.
  • Ritterfeld, U., Klimmt, C., Vorderer, P. & Steinhilper, L. (2005). Effects of a Narrative Audio Tape on Preschoolers’ Attention and Entertainment Experience. Media Psychology, 7, 47-72.
  • Vorderer, P. & Ritterfeld, U. (2003). Children’s Future Programming and Media Use Between Entertainment and Education. In E. Palmer & B. Young (Eds.), The Faces of Televisual Media: Teaching, violent, selling to children (S. 241-264). Mahwah: Lawrence Erlbaum.
  • Niebuhr, S. & Ritterfeld, U. (2003). Die Förderung von Lesefertigkeiten beginnt vor dem Schuleintritt! In B. Hurrelmann & S. Becker (Hrsg.), Kindermedien nutzen. Medienkompetenz als Herausforderung für Erziehung und Unterricht (S. 101-114). Weinheim: Juventa.
  • Niebuhr, S. & Ritterfeld, U. (2002). Mediengebrauch und (Schrift)Spracherwerb: Chancen und Risiken. In T. Kolberg, K. Otto & C. Wahn (Hrsg.), Phänomen Sprache – Laut- und Schriftsprachstörungen unter veränderten Kommunikationsbedingungen (S. 451-463). Rimpar: Edition von Freisleben.
  • Niebuhr, S. & Ritterfeld, U. (2002). Sprachförderung durch Medienrezeption?! In B. Spinath & H. Heise (Hrsg.), Pädagogische Psychologie unter gewandelten gesellschaftlichen Bedingungen (S. 145-159). Hamburg: Dr. Kovač.
  • Vorderer, P., Ritterfeld, U. & Klimmt, C. (2001). Spaß am Hören – Hörspielkassetten als sprachförderliche Unterhaltungsangebote für Vorschulkinder. Medien- und Kommunikationswissenschaft, 4, 462-479.
  • Vorderer, P. & Ritterfeld, U. (2000). Beeinträchtigen unterhaltsame Medienangebote den Spracherwerb? Klischees, Fakten und Vermutungen. Sprache Stimme Gehör, 4, 146-154.


Nebeninhalt

Mehrsprachigkeit

 

Kooperationen

 

Förderung

 

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Laufzeit: 2000-2004

 

Dortmund Stiftung

Laufzeit: Seit 2012