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Förderung kürzlich zugewanderter Kinder

Projektleitung

 

Projektmitarbeiter/innen

 

Zielsetzung

Aktueller könnte eine die Welt betreffende Problematik nicht sein: Menschen fliehen vor Krieg, Terror und Armut vor allem aus dem Nahen Osten, Nordafrika und Ländern des westlichen Balkans. Darunter sind auch viele Familien mit Kindern. Sie suchen vor allem Sicherheit – auch in Deutschland.

Auf Grund dieser Zuwanderung gibt es in deutschen (Grund-)Schulklassen derzeit immer mehr Kinder, die die deutsche Sprache noch nicht beherrschen. Das stellt die Lehrkräfte vor eine große Herausforderung. Auch in Kindertageseinrichtungen wird diese Problematik immer präsenter. Das Fachgebiet Sprache und Kommunikation sieht darin einen Ansatzpunkt, Hilfe von wissenschaftlicher Seite zufließen zu lassen. Erst kürzlich wurde der Arbeitsbereich zur Sprachanbahnung und -förderung kürzlich zugewanderter Kinder eingerichtet. Es wurden bereits einige Materialien entwickelt, die diesem Zwecke nützlich werden sollen. Sie stehen für Jedermann zugänglich auf dieser Seite zum Download bereit und sind ausdrücklich zur Weiterverwendung unter Einhaltung der Creative-Commons-Lizenzen freigegeben.

Nachfolgend finden Sie eine Liste mit kurzer Erklärung, der bis jetzt entstandenen Materialien, die Sie hier herunterladen können.

  • 13 goldene Regeln zur Sprachförderung mit heimatvertriebenen Kindern ohne Deutschkenntnisse in unseren Grundschulen.
    Sie sind als erste "Starthilfe" zur Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer gedacht.
  • 13 goldene Regeln zur Sprachförderung mit heimatvertriebenen Kindern ohne Deutschkenntnisse in unseren Kindertageseinrichtungen.
    Sie sind als erste "Starthilfe" zur Unterstützung der Erzieherinnen und Erzieher gedacht.
  • „Samira spricht nicht mit uns!“ Was tun, wenn heimatvertriebene Kinder in der Grundschule konsequent schweigen?
    Im besonderen Fall konsequent schweigender Kinder könnte der Verdacht auf eine Kommunikationsstörung namens selektiver Mutismus bestehen. Die betroffenen Kinder brauchen besondere Unterstützung. Der oben genannte Ratgeber soll erste Hilfestellungen geben.
  • Mediengestützte Sprachanbahnung bei Kindern mit Zuwanderungshintergrund.
    Außerhalb des Schulalltags kommunizieren die Kinder vor allem in ihrer Herkunftssprache. Dadurch ergeben sich weniger Gelegenheiten, Deutsch zu hören und zu lernen. Medien könnten hier eine wichtige Brückenfunktion übernehmen, vor allem, wenn sie eine Sprachausgabe erlauben. Der tabellarische Überblick über Medien, die diesem Anspruch genügen, steht zum Download zur Verfügung  und kann gerne erweitert werden.


Der Arbeitsbereich führt derzeit mehrere empirische Befragungs- und Beobachtungsstudien durch, mit denen zum einen diese neue Medien in Vorbereitungsklassen ausprobiert werden, um deren Attraktivität und Potential für die Sprachanbahnung bei noch nicht oder kaum Deutsch sprechenden Kindern zu untersuchen. Gleichzeitig wird die Situation der Lehrkräfte, die kürzlich zugewanderte Kinder unterrichten, detaillierter erfasst, um Unterstützungsbedarfe identifizieren zu können. Eine dritte Projektgruppe wendet sich schließlich den konsequent schweigenden Kindern zu. Es wird untersucht, inwieweit diese Kinder tatsächlich ein höheres Risiko für einen selektiven Mutismus mitbringen. Den Lehrkräften werden darüber hinaus Hilfestellungen für den fördernden Umgang mit schweigenden Kindern an die Hand gegeben.

Schlüsselbegriffe

Selektiver Mutismus, Mehrsprachigkeit, Migration, Akkulturation, Ängstlichkeit