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Mehrsprachigkeit

Zielsetzung

Der Anteil mehrsprachig aufwachsender Kinder nimmt weltweit und auch in Deutschland stetig zu. Unter dem Begriff Mehrsprachigkeit wird hier der Gebrauch von zwei oder mehr Sprachen in natürlichen Kommunikationssituationen verstanden. Er ist nicht mit dem Begriff des Migrationshintergrunds gleichzusetzen. Nicht alle Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund wachsen mit mehreren Sprachen auf und umgekehrt haben nicht alle mehrsprachig aufwachsenden Kinder einen Migrationshintergrund. Daher ist im Einzelfall genau nachzufragen, unter welchen (mehrsprachigen) Bedingungen ein Kind tatsächlich aufwächst. Der Fokus liegt dabei auf den Auswirkungen der Sozialisationsbedingungen auf Entwicklung und Umgang des Kindes mit seiner Mehrsprachigkeit.

Forschungsergebnisse zeigen deutlich, dass Mehrsprachigkeit nicht generell ein Problem darstellt, sondern, dass Kinder bei frühzeitiger und adäquater Konfrontation mit zwei oder mehr Sprachen, beide kompetent werben können.

Gleichwohl sind auch mehrsprachige Kinder in gleicher Weise wie einsprachige Kinder von Sprach- und Kommunikationsstörungen betroffen und stellen damit SprachtherapeutInnen vor enorme Herausforderungen: Wie soll diagnostiziert und eine Interventionsnotwendigkeit identifiziert werden? Welche Interventionsstrategien sind angemessen und in welcher Sprache? Welche Empfehlungen können an die betroffenen Eltern weitergegeben werden?

Im Rahmen von mehreren Forschungsprojekten untersuchen wir daher verschiedenste Fragen zum Phänomen der Mehrsprachigkeit, wie etwa Anamnese und Sprachdiagnostik bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern durchgeführt werden können und welche Interventionsstrategien für mehrsprachig aufwachsende Kinder sinnvoll sind.

 

Aktuelle Projekte

 

 

Ausgewählte Publikationen

  • Ritterfeld, U., Lüke, C. & Dürkoop, A.-L. (2014). Differentieller Umgang mit Mehrsprachigkeit: Eine Untersuchung in der Sekundarstufe I. German as a Foreign Language 14, 45-67
  • Ritterfeld, U., Lüke, C., Starke, A., Lüke, T. & Subellok, K. (2013). Studien zur Mehrsprachigkeit: Beiträge der Dortmunder Arbeitsgruppe. Logos, 21, 168-179.
  • Ritterfeld, U. & Lüke, C. (2013). Mehrsprachen-Kontexte 2.0. Erfassung der Inputbedingungen von mehrsprachig aufwachsenden Kindern. Verfügbar unter: http://hdl.handle.net/2003/31166
  • Subellok, K. & Kamp, S. (2013). Stottern und Mehrsprachigkeit bei Kindern und Jugendlichen: Aktueller Kenntnisstand und Einblick in die Sprachtherapeutische Praxis. /Logos, 1(1), /15-27.
  • Vock, S. & Lüke, C. (2013). Unterstützte Kommunikation bei mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen. In von Loeper Literaturverlag & ISAAC (Hrsg.). Handbuch der Unterstützten Kommunikation (01.026.060- 01.026.069). Karlsruhe: von Loeper Literaturverlag.
  • Ritterfeld, U., Niebuhr-Siebert, S., Lüke, C., König, K., Subellok, K., Katz-Bernstein, N., Frevert, S., Doil, H. & Aktas, M. (2012). Sprachförderung – Sprachtherapie. Zwei Seiten einer  Medaille? L.O.G.O.S. interdisziplinär, 20, 204-219.
  • Ritterfeld, U., & Lüke, C. (2012). Mehrsprachen-Kontexte: Erfassung der Inputbedingungen von mehrsprachig aufwachsenden Kindern. L.O.G.O.S. interdisziplinär, 20, 24-29, Verfügbar unter: https://eldorado.tu-dortmund.de/handle/2003/31166
  • Lüke, C. & Ritterfeld, U. (2011). Mehrsprachige Kinder in sprachtherapeutischer Behandlung: Eine Bestandsaufnahme. Heilpädagogische Forschung, 37, 188-197.
  • Lüke, C. (2011). Sprachdiagnostik bei mehrsprachigen Schulkindern. Anwendbarkeit des P-ITPA und des SET 5-10 zur Erfassung der deutschsprachigen Kompetenzen. L.O.G.O.S. interdisziplinär, 19(3), 164-172.
  • Ritterfeld, U. (2006). Englischlernen neben der Grundschule: Plädoyer für eine medienvermittelte Erweiterung der phonologischen Zweitsprachkompetenz. L.O.G.O.S. interdisziplinär, 14, 31-37.