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Stottern

Zielsetzung

Redeunflüssigkeiten, insbesondere das Stottern, gehören zu den häufigen regelhaften Phänomenen des kindlichen Spracherwerbs. Manifestieren sich diese jedoch bis ins Jugendlichen- und Erwachsenenalter (Prävalenz: 1 Prozent) hinein, so kann das Stottern für viele Betroffene eine große psychische Belastung und Gefährdung der sozialen, schulischen und beruflichen Teilhabe darstellen. Eine rechtzeitige Erfassung und fachkompetente Versorgung bereits im frühen Kindesalter bietet - ungeachtet möglicher Remissionen - den besten präventiven Schutz vor einem chronischen Verlauf des Stotterns.

Obwohl das Stottern eine breite interdisziplinäre Beachtung findet, gibt es keine durchgängig erfolgreiche Therapiekonzeption. Ein idiographischer logopädischer, sprachheilpädagogischer und/oder psychotherapeutischer Behandlungsansatz kann der komplexen Problematik am besten entsprechen. Unbestritten ist ebenfalls ein systemischer Zugang, der sich immer wieder als tragendes Element der Behandlung erwiesen hat. Familiäre Systeme beziehungsweise die Eltern  stotternder Kinder und Jugendlicher stehen im Fachgebiet Sprache und Kommunikation im Fokus des fachlich-klinischen und des Forschungsinteresses.

Bereits seit 1991 ist die Kontakt- und Beratungsstelle (K & B) für Eltern stotternder Kinder der Stadt Dortmund in den Räumen des Sprachtherapeutischen Ambulatoriums angesiedelt. Eltern wird hier ein niederschwelliges Informations- und Beratungsangebot zur Verfügung gestellt, das bereits vor Aufnahme einer Sprachtherapie des Kindes sowie parallel dazu in Anspruch genommen werden kann. Hier werden beispielsweise auslösende und aufrechterhaltende Faktoren innerhalb der kindlichen Systeme für das Stottern gemeinsam eruiert und Hilfestellungen im Umgang mit dem stotternden Kind im Alltag erarbeitet. Die Aktivitäten der Kontakt- und Beratungsstelle und des Sprachtherapeutischen Ambulatoriums sind eng miteinander vernetzt. Über kontinuierliche Beratungsangebote für Eltern und pädagogische Fachkräfte sowie sprachtherapeutische Maßnahmen für Kinder und Jugendliche wird ein qualitativ hochwertiger Beitrag zur fachlichen Versorgung redeflussgestörter Kinder und ihrer Familien in der Region geleistet.

 

Ausgewählte Publikationen

  • Subellok, K. & Vinbruck, C. (2008). Mobbing meistern. Eine Untersuchung von stotternden Schulkindern und ihren Eltern. L.O.G.O.S. interdisziplinär, 16, 84-97.
  • Subellok, K., Katz-Bernstein, N. & Vinbruck, C. (2008a). Mastering Bullying?! Research with stammering school children and their parents. Speaking out. BSA’s quarterly magazine, spring edition, 10.
  • Subellok, K., Katz-Bernstein, N. & Vinbruck, C. (2008b). „Stottern und Schule“ – Sichtweisen und Erwartungen von Eltern stotternder Kinder. Die Sprachheilarbeit 53, 83-94.
  • Subellok, K. (2005). Was brauchen Eltern stotternder Kinder? Eine Untersuchung zur Qualität professioneller Beratungs- und Interventionsangebote. In K. Subellok, K. Bahrfeck-Wichitill & G. Dupuis (Hrsg.), Sprachtherapie: Fröhliche Wissenschaft oder blinde Praxis? Ausbildung akademischer Sprachtherapeutinnen in Dortmund (S. 177-205). Oberhausen: Athena.
  • Katz-Bernstein, N. & Subellok, K. (2002a). Gruppentherapie mit stotternden Kindern und Jugendlichen. Konzepte für die sprachtherapeutische Praxis. München: Reinhardt.
  • Katz-Bernstein, N. & Subellok, K. (2002b). Therapiebausteine in der Gruppentherapie von redeflussgestörten Kindern und Jugendlichen, 41-52.
  • Subellok, K. & Cornelißen-Weghake, J. (2002). Stottern und/oder nicht stottern!? Zum Phänomen der „Ambivalenz“ in der Gruppentherapie mit stotternden Grundschulkindern, 55-79.
  • Katz-Bernstein, N., Subellok, K. & Bahrfeck, K. (2002). Die Anwendung der Konzepte aus Sicht der Autorinnen, 159-166.
  • Subellok, K. & Bahrfeck, K. (2002). Ausblick: Anwendungsanleitung für praktizierende Fachkräfte, 167-176.
  • Subellok, K. (2000). Familien mit stotternden Kindern – ein Forschungsprojekt. In Interdisziplinäre Vereinigung für Stottertherapie e. V. ivs (Hrsg.), Stottern und Familie. Hilfen – Lösungswege – Chancen. Kongressbericht der 5. Stotterkonferenz der ivs 1999 in Darmstadt (S. 43–57). Darmstadt: Libri Books on Demand.


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